Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Was macht man nach der Prüfung?

  • Gute Auszubildende werden meist von den Ausbildungsbetrieben in ein Arbeitsverhältnis übernommen.
  • Weiterbildungslehrgänge bieten die Industrie- und Handelskammer sowie die Gewerkschaft ver.di an, z.B. zum Handelsfachwirt.
  • Eine weitere Möglichkeit des beruflichen Fortkommens bieten betriebsinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.
  • Mit dem Mittleren Abschluss kann in einem Jahr durch den Besuch der Fachoberschule Klasse 12 die Fachhochschulreife erlangt werden (z.B. an dieser Schule). Sie ermöglicht ein Studium.

Kann im Rahmen der Ausbildung ein Mittlerer Abschluss erreicht werden?

Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Der Auszubildende / die Auszubildende besitzt einen Hauptschulabschluss.
  • Die Ausbildung wird erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen und die schulischen Leistungen werden mit der Durchschnittsnote 3 bewertet.
  • Der Auszubildende / die Auszubildende hat fünf Jahre lang eine Fremdsprache erlernt und dabei die Endnote 3 erzielt.
  • Die Zeugnisnote im Fach Deutsch an der Berufsschule muss mindestens ausreichend sein.

Wird zusätzliche Förderung angeboten?

Das Förderangebot für Auszubildende im Einzelhandel richtet sich an Auszubildende, deren Leistungen im Bereich Rechnen, Deutsch oder im berufsbezogenen Lernfeldunterricht verbesserungsbedürftig sind. Seit dem Schuljahr 2009/10 finden diese Kurse in Form einer klassenlehrerbezogenen Förderstunde statt.

Kann im Rahmen der Ausbildung die Fachhochschulreife erworben werden?

Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Nachweis des Mittleren Abschlusses.
  • Es muss an 6 Stunden Zusatzunterricht (zur regulären Ausbildungszeit) pro Woche teilgenommen werden und es ist nach zwei Jahren eine Zusatzprüfung abzulegen.
  • Der Gesamtnotendurchschnitt des Abschlusszeugnisses der Berufsschule muss mindestens der Note 3,0 entsprechen, wobei die berufsbezogenen Fächer sechsfach gewichtet werden.

Welche Lernfelder und Fächer werden unterrichtet?

Die Neustrukturierung des Rahmenlehrplans für Kaufleute im Einzelhandel beinhaltet ein handlungsorientiertes Lernen. Es gibt damit 14 Lernfelder, in denen die kaufmännischen Inhalte erarbeitet werden. Es ist Ziel im Lauf der Ausbildung, den komplexen betriebswirtschaftlichen Ablauf eines Einzelhandelsunternehmens kennen zu lernen und kundenorientierte Verkaufskaufssituationen zu bewältigen. Hierzu werden u.a. Verkaufsgespräche und Warenpräsentationen geübt. Die Kenntnisse über die Ware selbst wird von den Ausbildungsbetrieben vermittelt.

 

Lernfelder der jeweiligen Ausbildungsjahre im Überblick

(Ausbildungsjahr in Klammern)

  1. Das Einzelhandelsuntern. erkunden und präsentieren (1)
  2. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen (1)
  3. Kunden im Servicebereich Kasse betreuen (1)
  4. Waren präsentieren (1)
  5. Werben und den Verkauf fördern (1)
  6. Waren beschaffen (2)
  7. Waren annehmen, lagern und pflegen (2)
  8. Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren (2)
  9. Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen (2)
  10. Besondere Verkaufs-situationen bewältigen (2)
  11. Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern (3)
  12. Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden (3)
  13. Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen (3)
  14. Ein Unternehmen gründen und entwickeln (3)

Allgemeinbildende Fächer: Deutsch (Englisch), Politik, Religion/Ethik, Sport

 

Zusammen werden die Lernfelder mit acht Stunden pro Woche erteilt und die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Politik, Sport, Religion) mit jeweils einer Stunde pro Woche. Am Ende jedes Schuljahres findet i.d.R. ein Sportturnier statt. Außerdem gibt es auch Arbeitsgemeinschaften z.B. für Fußball, Kanu, Volleyball.

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