Ganz in der Nähe des Roßmarktes in Frankfurt, dort wo sich einst der "Theaterplatz" befand, steht heute ein Goethe-Denkmal. Von Schiller, dessen berühmtes Werk „Kabale und Liebe“ im dortigen Comoedienhaus uraufgeführt wurde und den die Frankfurter zu seinen Lebzeiten mehr verehrten als Goethe, fehlt heute hingegen scheinbar (fast) jede Spur.

Bei einer Stadtbegehung zum Thema „Friedrich Schiller - Verzweiflung und Verehrung“ erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12FWI am 16. Dezember von einer Stadtführerin der Kulturothek Frankfurt weitere interessante Details über Schillers Zeit in Frankfurt. Dass das Drama "Kabale und Liebe" 1784 genau an diesem Ort uraufgeführt wurde, war nur einer der Anknüpfungspunkte zum aktuellen Deutschunterricht, in dem Schillers Drama im Mittelpunkt steht.

Nach einem informativen Rundgang bildete ein Besuch des Domturmes mit seiner Aussichtsplattform den Abschluss des Ausfluges (s. Foto), der einigen bisher unbekannte Perspektiven von Frankfurt gezeigt hat.

Nun kommen die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eindrücken zur Friedrich Schiller-Führung zu Wort:

Ich war überrascht, dass Schiller sich umbringen wollte und dass er sich am Anfang gar nicht mit Goethe verstanden hat.

 

Beeindruckt hat mich, dass Schiller ein Gedicht schrieb über eine Frau, die ihr eigenes Kind umgebracht hat.

 

Ich finde es gut, wie Schiller, trotz seiner Armut in Frankfurt, seine Träume nicht vergessen hat.

 

Besonders überrascht hat mich, dass er in der gleichen Herberge wie Mozart übernachtete und dann das Treffen zwischen Schiller und Goethe. Das Paar der größten Schriftsteller der deutschen Geschichte und sie trafen sich gegenseitig zufällig, das wirkt einfach sehr surreal, da die Chancen so gering sind. Das ist daher sehr faszinierend.

 

Ich fand es sehr spannend, den Zusammenhang zu Frankfurt und den Zusammenhang von Goethe und Schiller genau erklärt zu bekommen. Leider waren die Nebengeräusche sehr laut.

 

Mich hat überrascht, dass Schiller ein "System-Rebell" war und sich stets gegen die Aufforderungen des Herzoges gestellt hat.

 

Ich fand es sehr interessant zu erfahren, dass Schiller so viele Schwierigkeiten hatte und dennoch um seine Träume gekämpft hat.

Lehrerzimmer-Login