Verkäufer/-in

Was macht man nach der Prüfung?

  • Gute Auszubildende werden meist von den Ausbildungsbetrieben in ein Arbeitsverhältnis übernommen oder können durch ein drittes Ausbildungsjahr die Abschlussprüfung zur/zum Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel ablegen.
  • Weiterbildungslehrgänge bieten die Industrie- und Handelskammer sowie die Gewerkschaft ver.di an, z.B. zum Handelsfachwirt.
  • Eine weitere Möglichkeit des beruflichen Fortkommens bieten betriebsinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.
  • Mit dem Mittleren Abschluss kann in einem Jahr durch den Besuch der Fachoberschule Klasse 12 die Fachhochschulreife erlangt werden. Sie ermöglicht ein Fachhochschulstudium.

Wird zusätzliche Förderung und Wahlpflichtunterricht angeboten?

Im 2. Halbjahr 2006/07wurde das Förderangebot für Auszubildende im Einzelhandel um weitere unterstützende Förderkurse erweitert. Es richtet sich an Auszubildende im Einzelhandel, deren Leistungen im Bereich Rechnen, Deutsch oder im berufsbezogenen Lernfeldunterricht verbesserungsbedürftig sind. Seit dem Schuljahr 2009/10 finden diese Kurse in Form einer klassenlehrerbezogenen Förderstunde statt.

Diese Fördermaßnahmen für Verkäufer sind Teil unserer Konzeption zur Realisierung des vom hessischen Kultusministeriums definierten Strategischen Ziels 4.

Bereits im Schuljahr 2007/08 wurde das Förderangebot durch ein Wahlpflichtangebot, welches ein breiteres Fächerspektrum abdeckt, ergänzt. Dieser Wahlpflichtunterricht richtet sich vornehmlich an Auszubildende, deren Leistungen in den oben genannten Bereichen sehr gut bis befriedigend sind. Diese Auszubildenden können sich in der Mittelstufe ihrem Interesse entsprechend, freiwillig an den Angeboten EDV für Einzelhandelskaufleute, Englisch im Verkauf, Deutsch (Rhetorik) oder VWL einwählen.

Welche Lerngebiete und Fächer werden unterrichtet?

Die Neustrukturierung des Rahmenlehrplans für Verkäufer/Verkäuferin  beinhaltet ein handlungsorientiertes Lernen. Es gibt damit 10 Lernfelder, in denen die kaufmännischen Inhalte erarbeitet werden. Es ist Ziel im Lauf der Ausbildung, die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Abläufe in einem Einzelhandelsunternehmens kennen zu lernen und kundenorientierte Verkaufskaufssituationen zu bewältigen. Hierzu werden u.a. Verkaufsgespräche und Warenpräsentationen geübt. Die Kenntnisse über die Ware selbst wird von den Ausbildungsbetrieben vermittelt.

 

Lernfelder der jeweiligen Ausbildungsjahre im Überblick

(Ausbildungsjahr in Klammern)

  1. Das Einzelhandelsuntern. erkunden und präsentieren (1)
  2. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen (1)
  3. Kunden im Servicebereich Kasse betreuen (1)
  4. Waren präsentieren (1)
  5. Werben und den Verkauf fördern (1)
  6. Waren beschaffen (2)
  7. Waren annehmen, lagern und pflegen (2)
  8. Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren (2)
  9. Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen (2)
  10. Besondere Verkaufs-situationen bewältigen (2)

Allgemeinbildende Fächer: Deutsch (Englisch), Politik, Religion/Ethik, Sport

 


Zusammen werden die Lernfelder mit acht Stunden pro Woche erteilt und die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Politik, Sport, Religion) mit jeweils einer Stunde pro Woche. Am Ende jedes Schuljahres findet i.d.R. ein Sportturnier statt. Außerdem gibt es auch Arbeitsgemeinschaften z.B. für  Fußball, Kanu, Volleyball.

Kann im Rahmen der Ausbildung ein Mittlerer Abschluss erreicht werden?

Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind

  • Der Auszubildende / die Auszubildende besitzt einen Hauptschulabschluss
  • Die Ausbildung wird erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen und die schulischen Leistungen werden mit der Durchschnittsnote 3 bewertet.
  • Der Auszubildende / die Auszubildende hat fünf Jahre lang eine Fremdsprache erlernt und dabei die Endnote 3 erzielt.
  • Die Zeugnisnote im Fach Deutsch an der Berufsschule muss mindestens ausreichend sein.

Wie viele Stunden Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler?

Grundsätzlich wird für alle Auszubildenden des Einzelhandels 12 Stunden Unterricht pro Woche erteilt, d. h., dass die Auszubildenden an zwei Tagen in der Woche die Franz-Böhm-Schule besuchen. In der restlichen Ausbildungszeit sind die Auszubildenden zur praktischen Ausbildung im Betrieb. Die Wochenarbeitszeit einschließlich Schulzeit beträgt laut Tarifvertrag für den Hessischen Einzelhandel 37,5 Stunden.

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