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- 10AK01, 10AK03 und 11AK03 auf Studienfahrt -

Sonntagfrüh und der Wecker klingelt. Jedoch gibt es einen Grund zur Freude, denn heute geht es auf Studienfahrt nach München. Treffpunkt 11:45 Uhr an der Schule. Für vier Tage (27.-30.05.18) besuchen wir München und als angehende Automobilkaufleute interessieren uns natürlich ganz besonders die KFZ-spezifischen Programmpunkte, die unsere begleitenden Lehrkräfte, Frau Fiebig-Schulze, Herr Alt und Herr Schulz, zusammengestellt haben.

Durch die brüllende Hitze, die uns die Busfahrt über gequält hatte, waren wir voller Vorfreude auf ein erfrischendes Getränk in einem dunklen Hostel-Zimmer. Viel Zeit zum Ausruhen gab es aber nicht, denn der erste Programmpunkt war schon geplant. Es sollte bereits eine Stunde nach Ankunft in den Augustinerkeller-Biergarten zum gemeinsamen Abendessen gehen. Die zahlreichen Biertische und die vielen Besucher, die dort im Schatten unter den Bäumen nach Entspannung und Spaß suchten, machten Eindruck auf jeden von uns. Wir alle zückten erst einmal unser Handy, um diesen fabelhaften Eindruck inmitten von ca. 5.000 Besuchern festhalten zu können. Nach einem typisch bayrischen Gericht und erfrischenden Getränken machten wir uns in Kleingruppe mit der S-Bahn auf den Weg in die Münchener Innenstadt, wo wir eine Bar zum entspannten Verweilen suchten.

 

Montag

Am nächsten Morgen machte sich der Bus mit den drei Klassen auf den Weg zum Marienplatz. Dort angekommen, warteten drei Münchnerinnen bei schönstem Wetter auf uns und gaben uns eine kurze „Stadtrundfahrt“ zu Fuß. Unser Tourguide war eine nette Dame mit einem tollen bayrischen Akzent. Sie zeigte uns historische Gebäude, wie z.B. das älteste Bierbrauhaus Münchens. Nachdem wir etwas von der Innenstadt gesehen hatten, fuhren wir Richtung Schloss Nymphenburg. Eine Schloss- und Parkanlage, gebaut von italienischen Architekten und Baumeistern nach Vorbild von Schloss Versailles. Es war und dient noch immer der Familie Wittelsbach als Residenz.

Als wir gegen Mittag am Viktualienmarkt herausgelassen wurden, konnten wir einen leckeren bayrischen Wurstsalat essen. So gestärkt wartete dann der nächste Programmpunkt auf uns: das Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Bruno, ein sehr sympathischer, älterer Herr, gab uns eine ausführliche und spannende Führung. Man konnte vom Anfang bis zum Ende spüren, dass er dieses Museum mit allem, was darin steht, liebt und er mit Herzblut die Führungen macht. Bruno zeigte uns historische Fahrzeuge, unter anderem einen exakten Nachbau der ersten Dampflok und das wahrscheinlich erste Auto der Welt im Original, erbaut von Carl Benz. Ein beeindruckendes Stück Geschichte.

Am Abend gingen wir gemeinsam Essen und danach ließen wir in Kleingruppen den Abend ausklingen.

 

Dienstag

Am Dienstagmorgen fiel es uns allen schwer aufzustehen, denn wir hatten alle einen anstrengenden Tag hinter uns, wollten aber – bevor wir an diesem Tag das BMW-Werk besichtigten – shoppen gehen. Bei viel Sonnenschein erkundeten wir die Geschäfte der Innenstadt, bis wir uns wieder auf den Rückweg zum Hostel machen mussten, bereit für die Abfahrt zu BMW, worauf alle sehr gespannt waren. Dort angekommen waren wir zunächst beeindruckt von der Marken-Präsentation in der BMW-Welt. Der junge Guide, der immer wieder mit den Mädels flirtete, scheuchte uns durch das Werk des Autoherstellers. Fotografieren und Handys waren streng verboten, womit wir aber keine Probleme hatten, da wir ohnehin nie lang genug an einer Stelle verblieben. Nach der Führung stolperte eine leicht atemlose Klasse nach draußen, die Köpfe noch am Verarbeiten der Informationen und Eindrucke des hochautomatisierten Werkes.

Den Abschluss des Tages genossen die meisten im Englischen Garten, die anderen im Hostel, wo sie schon einmal die Koffer für die Abreise packten.

 

(Foto: 10AK03)

Mittwoch

Der Wecker klingelt. Es ist sieben Uhr in der Frühe am Tag der Abreise. Müde Blicke kreuzen sich im noch abgedunkelten Raum. Der Frühaufsteher steht schon in den Startlöchern, während ein anderer noch „schlummern“ auf dem Handywecker drückt. Die vergangene Nacht hat anscheinend Spuren hinterlassen.

Trotz Müdigkeit standen alle Schüler aber pünktlich und abfahrbereit um neun Uhr vor dem Bus. Die einstündige Busfahrt zur Gedenkstätte „Konzentrationslager Dachau“ wurde von müder Stille im Bus begleitet. Ein netter Herr, mittleren Alters, führte uns durch das schockierende ehemalige Konzentrationslager. Für uns alle waren das zwei bewegende Stunden in Dachau. Wir fanden es aber wichtig und richtig, diesen Ort besucht zu haben.

Nach der informativen und emotionalen Führung ging es zurück in den Bus Richtung Heimat. Bei einem Zwischenstopp an einer Raststätte wurde selbst der letzte Magen gefüllt, sodass der letzte Teil der Busfahrt durchaus erträglicher wurde. Um 18 Uhr wurden wir herzlichst von Verwandten und Freunden empfangen.

Vier lehrreiche, spannende und auch lustige Tage, die die Klassengemeinschaft wesentlich gestärkt haben, lagen hinter uns.

(Foto: 11AK03)

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