Kaufmann/-frau im Einzelhandel

  • Welche Eingangsvoraussetzungen sollten bei den Auszubildenden vorliegen?

    Sinnvoll ist ein Hauptschulabschluss oder besser noch ein Mittlerer Abschluss. Größere Einzelhandelsunternehmen stellen auch Abiturienten ein. Gute Rechen- und Deutschkenntnisse sind von Vorteil. Daneben ist die Freunde am Umgang mit Kunden sicherlich hilfreich.

  • Welches Ausbildungsziel steht am Ende der Ausbildung?

    Das Ausbildungsziel ist der erfolgreiche Abschluss an der Berufsschule und die IHK-Prüfung zum Einzelhandelskaufmann/ zur Einzelhandelskauffrau. Sie wird schriftlich und mündlich vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt.

  • Wie erhalte ich einen Ausbildungsvertrag?

    Ansprechpartner sind in erster Linie die Arbeitsämter. Selbstverständlich ist auch der direkte Kontakt mit den Einzelhandelsbetrieben möglich, wie z. B. mit Kaufhäusern, Großmärkte, Fachgeschäften etc.

  • Wie lange dauert die Ausbildung?

    Sie dauert in der Regel 3 Jahre, wobei Ausnahmen bestehen: Wenn in den ersten zwei Jahren der Ausbildung gute Leistungen erbracht werden, kann die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzt werden. Voraussetzung ist aber, dass der Ausbildungsbetrieb zustimmt. Abiturienten werden in der Regel gleich mit einem Zweijahresvertrag eingestellt.

  • Wie viele Stunden Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler?

    Grundsätzlich wird für alle Auszubildenden des Einzelhandels 12 bis 14 Stunden Unterricht pro Woche erteilt, d.h., dass die Auszubildenden an zwei Tagen in der Woche die Franz-Böhm-Schule besuchen. In der restlichen Ausbildungszeit sind die Auszubildenden zur praktischen Ausbildung im Betrieb. Die Wochenarbeitszeit einschließlich Schulzeit beträgt laut Tarifvertrag für den Hessischen Einzelhandel 37,5 Stunden.

  • Welche Lernfelder und Fächer werden unterrichtet?

    Die Neustrukturierung des Rahmenlehrplans für Kaufleute im Einzelhandel beinhaltet ein handlungsorientiertes Lernen. Es gibt damit 14 Lernfelder, in denen die kaufmännischen Inhalte erarbeitet werden. Es ist Ziel im Lauf der Ausbildung, den komplexen betriebswirtschaftlichen Ablauf eines Einzelhandelsunternehmens kennen zu lernen und kundenorientierte Verkaufskaufssituationen zu bewältigen. Hierzu werden u.a. Verkaufsgespräche und Warenpräsentationen geübt. Die Kenntnisse über die Ware selbst wird von den Ausbildungsbetrieben vermittelt.

     

    Lernfelder der jeweiligen Ausbildungsjahre im Überblick

    (Ausbildungsjahr in Klammern)

    1. Das Einzelhandelsuntern. erkunden und präsentieren (1)
    2. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen (1)
    3. Kunden im Servicebereich Kasse betreuen (1)
    4. Waren präsentieren (1)
    5. Werben und den Verkauf fördern (1)
    6. Waren beschaffen (2)
    7. Waren annehmen, lagern und pflegen (2)
    8. Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren (2)
    9. Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen (2)
    10. Besondere Verkaufs-situationen bewältigen (2)
    11. Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern (3)
    12. Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden (3)
    13. Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen (3)
    14. Ein Unternehmen gründen und entwickeln (3)

    Allgemeinbildende Fächer: Deutsch (Englisch), Politik, Religion/Ethik, Sport

     

    Zusammen werden die Lernfelder mit acht Stunden pro Woche erteilt und die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Politik, Sport, Religion) mit jeweils einer Stunde pro Woche. Am Ende jedes Schuljahres findet i.d.R. ein Sportturnier statt. Außerdem gibt es auch Arbeitsgemeinschaften z.B. für Fußball, Kanu, Volleyball.

  • Kann im Rahmen der Ausbildung der Hauptschulabschluss erworben werden?

    Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

    • Das Zeugnis der 8. Klasse muss vorliegen.
    • Das Abschlusszeugnis der Berufsschule muss erreicht werden.

  • Kann im Rahmen der Ausbildung ein Mittlerer Abschluss erreicht werden?

    Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

    • Der Auszubildende / die Auszubildende besitzt einen Hauptschulabschluss.
    • Die Ausbildung wird erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen und die schulischen Leistungen werden mit der Durchschnittsnote 3 bewertet.
    • Der Auszubildende / die Auszubildende hat fünf Jahre lang eine Fremdsprache erlernt und dabei die Endnote 3 erzielt.
    • Die Zeugnisnote im Fach Deutsch an der Berufsschule muss mindestens ausreichend sein.

  • Kann im Rahmen der Ausbildung die Fachhochschulreife erworben werden?

    Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

    • Nachweis des Mittleren Abschlusses.
    • Es muss an 6 Stunden Zusatzunterricht (zur regulären Ausbildungszeit) pro Woche teilgenommen werden und es ist nach zwei Jahren eine Zusatzprüfung abzulegen.
    • Der Gesamtnotendurchschnitt des Abschlusszeugnisses der Berufsschule muss mindestens der Note 3,0 entsprechen, wobei die berufsbezogenen Fächer sechsfach gewichtet werden.

  • Wird zusätzliche Förderung angeboten?

    Das Förderangebot für Auszubildende im Einzelhandel richtet sich an Auszubildende, deren Leistungen im Bereich Rechnen, Deutsch oder im berufsbezogenen Lernfeldunterricht verbesserungsbedürftig sind. Seit dem Schuljahr 2009/10 finden diese Kurse in Form einer klassenlehrerbezogenen Förderstunde statt.

  • Was macht man nach der Prüfung?

    • Gute Auszubildende werden meist von den Ausbildungsbetrieben in ein Arbeitsverhältnis übernommen.
    • Weiterbildungslehrgänge bieten die Industrie- und Handelskammer sowie die Gewerkschaft ver.di an, z.B. zum Handelsfachwirt.
    • Eine weitere Möglichkeit des beruflichen Fortkommens bieten betriebsinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.
    • Mit dem Mittleren Abschluss kann in einem Jahr durch den Besuch der Fachoberschule Klasse 12 die Fachhochschulreife erlangt werden (z.B. an dieser Schule). Sie ermöglicht ein Studium.

  • Welche Informationsmöglichkeiten gibt es noch an der FBS?

    Wenn Sie noch weitere Fragen zu diesem Ausbildungsgang haben, dann wenden Sie sich an das Sekretariat der Franz-Böhm-Schule oder direkt an die Abteilungsleiterin Einzelhandel Frau Janßen.

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Verkäufer/-in

  • Eingangsvoraussetzungen

    Sinnvoll ist ein Hauptschulabschluss oder besser noch ein Mittlerer Bildungsabschluss. Daneben ist die Freunde am Umgang mit Kunden sicherlich hilfreich.

  • Auf welches Ziel ist die Ausbildung gerichtet?

    Das Ausbildungsziel ist die IHK-Prüfung zum Verkäufer / zur Verkäuferin. Sie wird mündlich und in drei schriftlichen Teilen vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt. Nach einem dritten Ausbildungsjahr kann die Abschlussprüfung zur/zum Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel abgelegt werden.

  • Wie erhalte ich einen Ausbildungsvertrag?

    Ansprechpartner sind in erster Linie die Arbeitsämter. Selbstverständlich ist auch der direkte Kontakt mit den Einzelhandelsbetrieben möglich, wie z. B. mit Kaufhäusern, Großmärkte, Fachgeschäften etc.

  • Wie lange dauert die Ausbildung?

    Die Ausbildung geht über 2 Jahre.

  • Wie viele Stunden Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler?

    Grundsätzlich wird für alle Auszubildenden des Einzelhandels 12 Stunden Unterricht pro Woche erteilt, d. h., dass die Auszubildenden an zwei Tagen in der Woche die Franz-Böhm-Schule besuchen. In der restlichen Ausbildungszeit sind die Auszubildenden zur praktischen Ausbildung im Betrieb. Die Wochenarbeitszeit einschließlich Schulzeit beträgt laut Tarifvertrag für den Hessischen Einzelhandel 37,5 Stunden.

  • Welche Lerngebiete und Fächer werden unterrichtet?

    Die Neustrukturierung des Rahmenlehrplans für Verkäufer/Verkäuferin  beinhaltet ein handlungsorientiertes Lernen. Es gibt damit 10 Lernfelder, in denen die kaufmännischen Inhalte erarbeitet werden. Es ist Ziel im Lauf der Ausbildung, die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Abläufe in einem Einzelhandelsunternehmens kennen zu lernen und kundenorientierte Verkaufskaufssituationen zu bewältigen. Hierzu werden u.a. Verkaufsgespräche und Warenpräsentationen geübt. Die Kenntnisse über die Ware selbst wird von den Ausbildungsbetrieben vermittelt.

     

    Lernfelder der jeweiligen Ausbildungsjahre im Überblick

    (Ausbildungsjahr in Klammern)

    1. Das Einzelhandelsuntern. erkunden und präsentieren (1)
    2. Verkaufsgespräche kundenorientiert führen (1)
    3. Kunden im Servicebereich Kasse betreuen (1)
    4. Waren präsentieren (1)
    5. Werben und den Verkauf fördern (1)
    6. Waren beschaffen (2)
    7. Waren annehmen, lagern und pflegen (2)
    8. Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren (2)
    9. Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen (2)
    10. Besondere Verkaufs-situationen bewältigen (2)

    Allgemeinbildende Fächer: Deutsch (Englisch), Politik, Religion/Ethik, Sport

     


    Zusammen werden die Lernfelder mit acht Stunden pro Woche erteilt und die allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Politik, Sport, Religion) mit jeweils einer Stunde pro Woche. Am Ende jedes Schuljahres findet i.d.R. ein Sportturnier statt. Außerdem gibt es auch Arbeitsgemeinschaften z.B. für  Fußball, Kanu, Volleyball.

  • Kann im Rahmen der Ausbildung der Hauptschulabschluss erworben werden?

    Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

    • Das Zeugnis der 8. Klasse muss vorliegen.
    • Das Abschlusszeugnis der Berufsschule muss erreicht werden.

  • Kann im Rahmen der Ausbildung ein Mittlerer Abschluss erreicht werden?

    Ja, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind

    • Der Auszubildende / die Auszubildende besitzt einen Hauptschulabschluss
    • Die Ausbildung wird erfolgreich mit der Prüfung abgeschlossen und die schulischen Leistungen werden mit der Durchschnittsnote 3 bewertet.
    • Der Auszubildende / die Auszubildende hat fünf Jahre lang eine Fremdsprache erlernt und dabei die Endnote 3 erzielt.
    • Die Zeugnisnote im Fach Deutsch an der Berufsschule muss mindestens ausreichend sein.

  • Wird zusätzliche Förderung und Wahlpflichtunterricht angeboten?

    Im 2. Halbjahr 2006/07wurde das Förderangebot für Auszubildende im Einzelhandel um weitere unterstützende Förderkurse erweitert. Es richtet sich an Auszubildende im Einzelhandel, deren Leistungen im Bereich Rechnen, Deutsch oder im berufsbezogenen Lernfeldunterricht verbesserungsbedürftig sind. Seit dem Schuljahr 2009/10 finden diese Kurse in Form einer klassenlehrerbezogenen Förderstunde statt.

    Diese Fördermaßnahmen für Verkäufer sind Teil unserer Konzeption zur Realisierung des vom hessischen Kultusministeriums definierten Strategischen Ziels 4.

    Bereits im Schuljahr 2007/08 wurde das Förderangebot durch ein Wahlpflichtangebot, welches ein breiteres Fächerspektrum abdeckt, ergänzt. Dieser Wahlpflichtunterricht richtet sich vornehmlich an Auszubildende, deren Leistungen in den oben genannten Bereichen sehr gut bis befriedigend sind. Diese Auszubildenden können sich in der Mittelstufe ihrem Interesse entsprechend, freiwillig an den Angeboten EDV für Einzelhandelskaufleute, Englisch im Verkauf, Deutsch (Rhetorik) oder VWL einwählen.

  • Was macht man nach der Prüfung?

    • Gute Auszubildende werden meist von den Ausbildungsbetrieben in ein Arbeitsverhältnis übernommen oder können durch ein drittes Ausbildungsjahr die Abschlussprüfung zur/zum Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel ablegen.
    • Weiterbildungslehrgänge bieten die Industrie- und Handelskammer sowie die Gewerkschaft ver.di an, z.B. zum Handelsfachwirt.
    • Eine weitere Möglichkeit des beruflichen Fortkommens bieten betriebsinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.
    • Mit dem Mittleren Abschluss kann in einem Jahr durch den Besuch der Fachoberschule Klasse 12 die Fachhochschulreife erlangt werden. Sie ermöglicht ein Fachhochschulstudium.

  • Welche Informationsmöglichkeiten gibt es noch an der FBS?

    Wenn Sie noch  weitere Fragen zu diesem Ausbildungsgang haben, dann wenden Sie sich an das Sekretariat der Franz-Böhm-Schule oder direkt an die Abteilungsleiterin Einzelhandel Frau Janßen.

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Erwerb der Fachhoschulreife während der Berufsausbildung

  • Info

    Für Berufsschülerinnen und Berufsschüler der Grundstufe mit Mittlerem Abschluss besteht die Möglichkeit, parallel zur Berufsausbildung, die Fachhochschulreife zu erwerben. Sie berechtigt zum Studium an Fachhochschulen. Dazu muss ergänzend zum regulären Berufsschulunterricht ein Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik oder Chemie besucht werden, jeweils eine Prüfung nach 2 Jahren abgelegt werden sowie weitere Bedingungen (siehe unten) erfüllt sein.

  • Berechtigter Personenkreis

    Berufschüler/innen mit:

    • Mittlerem Abschluss (mindestens zweimal Note 3 in D/E/M, keine 5 in D/E/M)
    • oder Versetzung in die Klasse 11 der Oberstufe

  • Voraussetzungen zur Erteilung der Fachhochschulreife

    • regelmäßige Teilnahme am Zusatzunterricht
    • 3 schriftliche Abschlussprüfungen (in D/E/M oder ggf. Ph/Ch) mit mindestens jeweils Note 4
    • Abschlusszeugnis der Berufsschule mit Mindestdurchschnitt 3 (6fache Gewichtung des berufsbezogenen Unterrichtes)
    • bestandene Abschlussprüfung der Berufsausbildung

  • Zusatzunterricht

    • 2 Jahre lang wöchentlich 6 Stunden Unterricht (3 Stunden im sprachlichen und 3 Stunden im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
    • halbjährliche Leistungsnachweise
    • Unterrichtsniveau wie in der Fachoberschule
    • mehrmaliges Fehlen führt zum Ausschluss vom Zusatzunterricht

  • Prüfungen