Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Im Rahmen des Projekts „Frankfurt Stadt der Vielfalt“ erkunden wir, die Klasse 12FWM, die kulturelle Vielfalt Frankfurts. Dabei schauen wir uns besonders die Einwanderung der verschiedenen Jahrhunderte an. Von der Römerzeit bis zu den 1960er Jahren, als viele Gastarbeiter für Arbeit nach Frankfurt kamen. In diesem Artikel geht es speziell um Frankfurt als Messestadt, welche ihren Ursprung bereits im Mittelalter hat. Dabei geht es besonders um die Fragen, warum Frankfurt als Messestadt so wichtig wurde, und wie die Fremden, die mit dieser Messe nach Frankfurt kamen, behandelt wurden. 

Eine der Gründe für Frankfurts Aufstieg zu einer der wichtigsten Messestädte Europas im Mittelalter war die herausragende geographische Lage. Einerseits wegen ihrer guten Lage am Main, der im Rhein mündete. Damit war Frankfurt mit vielen wichtigen Wirtschaftszentren Mitteleuropas verbunden. Denn das Wasser war zu jener Zeit einer der sichersten und schnellsten Transportwege. Andererseits kreuzten sich in Frankfurt wichtige Landstraßen, die die Stadt unter anderem mit Oberitalien und dem Balkan verbanden. 

Im Jahre 1152 wurde Friedrich I von den Kurfürsten in Frankfurt zum König gewählt. Was als Brauch begann, wurde 1356 in der Goldenen Bulle per Gesetz vorgeschrieben. Ab sofort war die Krönung der deutschen Könige in Frankfurt vorgeschrieben. Diese Wahlen bescherten der Stadt und der Messe ungemeines Wachstum und Aufschwung, denn dadurch kamen vielen Menschen nach Frankfurt. 

Am 11. Juli 1240 gewährte Kaiser Friedrich II Frankfurt das Privileg des freien Geleits. Ab diesem Zeitpunkt standen alle Händler unter dem persönlichen Schutz des deutschen Kaisers. Die abgesicherten Kaufleute kamen von da an in noch größeren Scharen nach Frankfurt am Main, denn niemand wollte sich mit den Truppen des Kaisers anlegen.

Darauf folgten in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten weitere Privilegien für die Messestadt Frankfurt. Z. B. lies sich Frankfurt vom Kaiser zusichern, dass weder das benachbarte Mainz noch andere Städte, die Frankfurt hätten gefährlich werden können, eine Messe abhalten durften. Zwar durfte jede Stadt Handel treiben, aber eine Messe durfte man nur mit dem Privileg des Kaisers abhalten.

Die Stadt Frankfurt, die von einem Stadtrat geführt wurde, wusste diese Vorteile sehr gut zu nutzen. All diese Privilegien und Ereignisse führten in Ihrer Gesamtheit dazu, dass Frankfurt so wichtig wurde.

Übrigens läutete die Frankfurter Messe auch die Geburt der Frankfurter Börse ein. 1585 wurde zum ersten Mal ein einheitlicher Wechselkurs festgelegt. Fremde Währungen wurden nach klaren Vorgaben in Frankfurter Kreuzer umgerechnet, die damalige Währung Frankfurts. Der Grundstein für Frankfurts Aufstieg zur wichtigsten Finanzstadt Europas war damit gelegt.

Mit der Messe kamen neben den Händlern auch viele Fremde nach Frankfurt, also Menschen, die keine Bürger Frankfurts waren. Zu jener Zeit war man bereits ein Fremder, wenn man aus einer anderen Stadt in Deutschland kam. Während der Messezeit war Frankfurt offen für alle. Man wollte so viele Menschen wie möglich in die Stadt locken. Daher galt der Geleitschutz auch für Fremde, die in die Stadt wollten. Stadtbürger durften Fremde beherbergen und haben damit viel Geld verdient. Zu dieser Zeit durfte jedermann Waren anbieten und verkaufen, was außerhalb der Messezeit meistens den Frankfurtern Bürgern vorbehalten war.  

Wie wichtig es der Stadt Frankfurt war, dass sich möglichst alle wohlfühlten, sah man besonders daran, dass auch die unter Reichsacht stehenden Menschen (geächtete Menschen) während der Messe sicher waren. Des Weiteren standen alle Messebesucher unter Gerichtsschutz. Das bedeutete, dass kein Messebesucher wegen eines laufenden Verfahrens während der Messe gerichtlich belangt werden durfte. 

Einerseits die erhaltenen Privilegien der Kaiser und Könige, welche der Stadtrat schlau einsetzte, aber andererseits auch der kluge und freundliche Umgang mit Fremden ermöglichten den rasanten Aufstieg zu einer der bedeutendsten Messen. Dies brachte Frankfurt ungemeinen Wohlstand und Reichtum, und hat die Stadt bis heute, trotz ihrer eher mäßigen Größe zu einer der wichtigsten und weltoffensten Städte Europas gemacht

Kontakt Schulblog

Du willst auch für den FBSmag-Blog schreiben?

Dann wende Dich an Herrn Alt.

Oder schreibe ihm eine E-Mail.

Herr Alt betreut das Projekt und steht mit Rat und Tat zur Seite.

 

 


 

 

 

Informationen

 

Hallo liebe Leserin,
lieber Leser!

 

Der FBSmag-blog ist das digitale Schulmagazin der Franz-Böhm-Schule in Frankfurt.
Schülerinnen und Schüler der FBS gestalten gemeinsam unter Anleitung von Herrn Alt diesen Blog.
 
Hier findet Ihr interessante Neuigkeiten und Infos rund um unsere Schule und um Euer Leben von Schülerinnen und Schülern der FBS für Euch aufbereitet.

Termine

22.Mai. - 29.Mai.

30.Mai. 08.30 - 12.00

08.00 31.Mai. - 09.00 17.Jun.

Umbau-Cam


Beratungsnetzwerk


Interner Bereich - Login

Stundenplan online

Informationen zum Login