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Die Biografie des deutsch stämmigen Rappers Fler mit dem Titel „Im Bus ganz hinten: Eine deutsche Geschichte“ erschien im Jahre 2011 im riva-Verlag. An diesem Werk haben außer Fler noch Julia Kautz und Sascha Wernicke mitgeschrieben. Fler, der im realen Leben Patrick Losensky heißt, erzählt von seiner ersten Erinnerung in seiner Kindheit, über Aufenthalte in Kinderheimen und psychiatrischen Kliniken, über Angstzustände und nächtliches Graffiti sprühen, bis zum Aufstieg in das große Musikgeschäft, das allerdings seine Schattenseiten hat, wie er schnell erfahren muss.

Auch über Streitereien mit alten Freunden und Kriminaldelikten wird in diesem Buch berichtet. Uns wird in dieser Biografie über 267 Seiten eine interessante Lebensgeschichte eines Musikers aus Berlin erzählt.

Das Buch beginnt mit einem Wutausbruch des Jungen Patrick Losensky in einer psychiatrischen Klinik. Er schreit herum und schlägt um sich, bis die Männer und Frauen in den weißen Kitteln kommen und ihn ans Bett fesseln. Ziemlich schnell wird einem die Verzweiflung des erst 14-jährigen Patrick klar. Anschließend geht es mit den ersten Erinnerungen an die Kindheit weiter. Die Mutter ist Schneiderin. Der Vater Alkoholiker und nebenbei Truckerfahrer. Es ist ein sehr kalter Umgang in der Familie Losensky. Keine Umarmungen oder Küsse. Es wurde hauptsächlich gestritten. Der Vater schlägt die Mutter regelmäßig, bis sie einen Schlussstrich zieht und den Vater rauswirft. Das Verhältnis von Mutter und Sohn ist auch sehr belastet. Patrick hat seine Wutausbrüche nicht im Griff und nach dem Gucken eines Horrorfilms denkt der Junge, dass er vom Teufel besessen ist. Er merkt schon lange, dass er kein normales Kind ist. Ab diesem Zeitpunkt gibt ihn die Mutter auf und ins Kinderheim. Er besucht verschiedene Kinderheime und psychiatrische Kliniken. Er verbringt eigentlich seine gesamte Jugend dort. In der Schule läuft es, wie zu erwarten, auch nicht. Ohne Schulabschluss bekommt er vom Jugendheim eine Ausbildung zum Maler und Lackierer vermittelt. Am Malen hat Patrick sowieso seinen Gefallen gefunden. Durch einen Schulfreund kam er zum Sprühen von Graffitis und da man nicht seinen eigenen Namen auf Wände sprühen kann, dachte sich Patrick Losensky sein Pseudonym „Fler“ aus. Diesen Namen wird er auch später als Musiker verwenden. Die Nacht verbrachte er also nicht mehr im Bett, sondern auf Bahnhöfen in Berlin, um Züge mit seinem Schriftzeichen voll zu sprühen. In der Lehre lernte er seinen Musikerkollegen Anis Ferchichi, besser bekannt als Bushido, kennen. Anis bringt Patrick zum Rappen. Von da an ging es nur noch um Musik. Die beiden nahmen ihre ersten Songs auf. Patrick und Anis werden dann vom Label (Musikverlag) „Aggro Berlin“ entdeckt. Der Start einer großen Rap-Karriere denken sie sich.
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Und es soll auch erst mal so kommen. Mit seinen Liedern und Videos arbeitete sich das Heimkind aus schwierigem Elternhaus bis an die Spitze des deutschen Raps hoch. Von Erfolg zu Erfolg und Auftritt zu Auftritt geht es für Fler. Mit viel Geld, Partys und Groupies. Genau das Leben hat sich Fler immer gewünscht. Er genießt es, im Mittelpunkt und im Rampenlicht zu stehen. Doch es geht, wie zu erwarten, auch wieder bergab. Im Streit mit der Geschäftsführung verlässt er das Label. Genau wie sein alter Freund Anis es schon vor einigen Jahren getan hat. Den braucht er jetzt wieder als Freund, um einen Neuanfang zu starten. Privat scheint Fler auch ausgeglichener zu sein. Er träumt davon, nach Amerika zu ziehen.

Das Buch ist sehr lesenswert, da es eine spannende und auch sehr dramatische Lebensgeschichte von einem jungen Mann aus Berlin erzählt, der sich aus schwierigen Umständen zu einem eigenständigen Künstler hocharbeitet. Er geht durch ein tiefes Tal, was damit beginnt, dass die Mutter ihn ins Heim abschiebt. Man wird von Anfang an in sein Leben rein geworfen und die Spannung wird stets hoch gehalten. Der ein oder andere Jugendliche kann sich vielleicht sogar teilweise in seine Lage versetzen. Die Biografie erzählt aus einem harten Leben, aber auch von einem Weg hinaus. Wenn man sich mit der Musik von Fler auseinandersetzt, hilft das Buch einem dabei, viele Hintergründe zu verstehen und man bekommt viele gute Eindrücke, hinter die Fassade des Künstlers und des Musikgeschäfts zu schauen.

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